Torroella de Montgrí – Begur
04. und 05. Mai 2026
Unterwegs auf dem katalanischen Küstenweg Camí de Ronda. Vorletzte Etappe: von Torroella de Montgrí nach Begur. Der Küstenweg wird zur Landpartie: Feldwege statt Felsen, Traktoren statt Tapasbar, flankiert wird das Ganze von Getreidefeldern und Obstplantagen, die sich die Bühne mit einem Meer von Mohnblumen teilen müssen. Würde uns nicht ständig Pappelwolle um die Nasen wehen, wäre die Empordà eine ziemlich einseitig rote Angelegenheit. Gualta zwischen Ter und Daró wirkt wie ausgestorben – keine Menschenseele weit und breit. Ist aber hübsch anzusehen. Palau-sator mit seinem mittelalterlichen Rund und Turm bewahrt noch das Gesicht einer befestigten Siedlung, nur die Funktion hat sich geändert: einst Verteidigung, heute Aussicht. Wir laufen bis ins pittoreske Pals, essen dort ein großes Eis und gönnen uns die letzten Kilometer eine Busfahrt. Schließlich Ankunft in Begur, unter anderem berühmt für eine mittelalterliche Burg sowie die Häuser und Villen jener Auswanderer, die im 19. Jahrhundert mit neuen Reichtümern aus Amerika zurückkehrten.