Cartagena

01. Oktober 2026

Ich bin einmal mehr vor dem nahenden Erkältungswetter in Deutschland nach Spanien geflohen. Und so ziemlich das Erste, was mich an der Costa Blanca empfing, war – tadaa! – eine Erkältung. Zum Tagesausflug nach Cartagena ging es also mit Schniefnase und hartnäckigem Husten. Startpunkt der Stadtbesichtigung war das Barrio del Foro Romano. Das lässt vermuten, dass die Geschichte dieses Ortes mit den Römern begann. Gegründet wurde die Stadt allerdings schon um 227 v. Chr. von den Karthagern, als Qart Hadasht, die »Neue Stadt«. Die Römer machten daraus Carthago Nova, also die »Neue Neustadt«. (Im Erobern waren sie kreativer.) Unten am Hafen liegen das Museo Naval und das Museo Nacional de Arqueología Subacuática. Ich habe beide nur von außen gesehen. Drinnen soll es um Schiffe gehen und um alles, was das Mittelmeer im Laufe der Jahrhunderte wieder herausgegeben hat. Nach dem Hafenspaziergang führte mein Weg durch einen maritim gestalteten Tunnel hinauf zum Teatro Romano, dem Highlight von Cartagena. Erst 1988 entdeckte man zufällig, dass unter einem heruntergekommenen Viertel ein komplettes römisches Theater lag, 2000 Jahre lang unbemerkt. Noch weiter oben liegt der Parque Torres mit dem Castillo de la Concepción. Von dort reicht der Blick weit über den Hafen und die Dächer der Stadt. Danach ging es wieder hinab in die Altstadt, über die Calle Mayor, mit einer kurzen Rast am Monumento al Soldado de Reemplazo. Gemeinsames Nachdenken über den entrückten Weltfrieden, er in Bronze, ich mit Husten.