Torroella de Montgrí

02. bis 04. Mai 2026

Unterwegs auf dem katalanischen Küstenweg Camí de Ronda. Zwischenstopp in Torroella de Montgrí: mittelalterliche Gassen, römische Linien im Stadtgrundriss und darüber eine Burg ohne Inhalt, weshalb wir uns den mühevollen Aufstieg dorthin schenkten. Stattdessen besuchten wir unter anderem das Museu de la Mediterrània und das Kunstmuseum Palau Solterra, wo mich vor allem die Fotografien von Jordi Bernadó begeisterten. Nicht weniger beeindruckend: Hinter kleinen, unscheinbaren Türchen in schmalen Gassen öffnen sich plötzlich ganze Palais-Welten. In Erinnerung bleiben wird mir aber vor allem die Übernachtung im Palau lo Mirador, einer mittelalterlichen Anlage, deren Ursprünge bis ins 9. Jahrhundert zurückreichen und die später königliche Unterkunft der Grafen von Barcelona war. Dementsprechend erlaucht nächtigten wir zwischen Möbeln aus dem 19. Jahrhundert im Zimmer Guillem de Montgrí, benannt nach einem katalanischen Geistlichen und Eroberer aus dem 13. Jahrhundert. Sein Geist erschien uns nicht, und auch vom kopflosen Nick keine Spur. Aber in der Nacht hatte es durchaus den Anschein, als könne einer von beiden jederzeit aus einer der dicken Deckendielen herausschweben.